Lieferkettengesetz-Software: LkSG-Software für Einkauf und Lieferantenmanagement
Was Software für LkSG und CSDDD leisten muss, welche Aufgaben Ovenca im Einkauf übernimmt und wofür Sie ein weiteres Werkzeug brauchen.
Ovenca ist eProcurement-Software mit Lieferantenportal, Katalogmanagement, Freigaben und Audit-Trail. Damit decken Sie den Teil der Lieferketten-Sorgfalt ab, der im operativen Einkauf entsteht: Lieferanten anbinden, Selbstauskünfte und Nachweise einholen, Bestellungen auf freigegebene Lieferanten lenken und Entscheidungen nachvollziehbar protokollieren.
- Lieferantenportal
- Audit-Trail
- ERP- und SAP-Anbindung
- On-Premise oder Private Cloud (EU)
Was ist Lieferkettengesetz-Software?
Lieferkettengesetz-Software, kurz LkSG-Software, unterstützt Unternehmen dabei, menschenrechtliche und umweltbezogene Sorgfaltspflichten gegenüber ihren Zulieferern organisiert zu erfüllen: Lieferanten erfassen, Auskünfte und Nachweise einholen, Risiken bewerten, Maßnahmen verfolgen und alles so dokumentieren, dass es einer Prüfung standhält.
Am Markt gibt es dafür zwei Arten von Werkzeugen. Spezialisierte Compliance-Plattformen bringen Risikodatenbanken, Länder- und Branchenindizes, Hinweisgebersysteme und Berichtsvorlagen mit. Einkaufssysteme setzen dort an, wo die Lieferantenbeziehung im Alltag stattfindet: bei Onboarding, Katalog, Bestellung und Freigabe. Ovenca gehört zur zweiten Gruppe.
Für die Auswahl ist deshalb weniger die Frage entscheidend, welches Produkt die längste Funktionsliste hat, sondern welche Pflichten in welchem System erfüllt werden und wie die Daten zwischen Einkauf, Compliance und ERP fließen.
Rechtsstand auf einen Blick (Oktober 2026)
- LkSG
- Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz gilt seit 2023 und erfasst nach § 1 seit dem 1. Januar 2024 Unternehmen mit in der Regel mindestens 1.000 Arbeitnehmern im Inland.
- Sorgfaltspflichten
- § 3 nennt unter anderem Risikomanagement, Risikoanalyse, Grundsatzerklärung, Präventions- und Abhilfemaßnahmen, Beschwerdeverfahren sowie Dokumentation.
- Berichtspflicht
- Der Regierungsentwurf zur Änderung des LkSG sieht vor, die Berichtspflicht zu streichen. Das BAFA prüft Unternehmensberichte seit 2025 nicht mehr. Die interne Dokumentationspflicht bleibt davon unberührt.
- CSDDD
- Die EU-Richtlinie ist bis zum 26. Juli 2028 in nationales Recht umzusetzen und ab dem 26. Juli 2029 anzuwenden. Sie gilt für Unternehmen ab einer Schwelle von 5.000 Beschäftigten und 1,5 Mrd. Euro Nettoumsatz weltweit.
- Ausblick
- Die Bundesregierung hat angekündigt, das LkSG durch ein Gesetz zu ersetzen, das die CSDDD umsetzt. Schwellenwerte und Einzelpflichten können sich bis dahin ändern.
Diese Übersicht ist keine Rechtsberatung. Maßgeblich ist der jeweils im Bundesgesetzblatt und im Amtsblatt der EU verkündete Stand. Aktuelle Informationen zum LkSG veröffentlicht das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).
Was LkSG- und CSDDD-Software leisten muss und was Ovenca davon abdeckt
Die Aufgaben folgen den Sorgfaltspflichten, die LkSG und CSDDD in ähnlicher Form vorsehen. In der rechten Spalte steht, ob Ovenca die Aufgabe übernimmt, einen Teil beiträgt oder nicht abdeckt.
| Aufgabe | Was die Software leisten muss | Abdeckung durch Ovenca |
|---|---|---|
| Lieferanten-Onboarding und Selbstauskunft | Lieferanten strukturiert aufnehmen, Fragebögen und Selbstauskünfte einholen, Zertifikate und Verhaltenskodex als Nachweis ablegen, Antworten prüfen und freigeben. | Abgedeckt, mit EinschränkungIm Vendor Portal durchlaufen Lieferanten ein Onboarding mit Fragebögen, Selbstauskünften und Zertifikaten; der Einkauf prüft und gibt frei. Der Zugang wird durch den Einkauf vergeben. Eine offene Selbstregistrierung gehört nicht zum Standard. |
| Risikoanalyse | Lieferanten nach Land, Branche und Warengruppe bewerten, Risiken gewichten und priorisieren, Ergebnisse jährlich und anlassbezogen fortschreiben. | Nicht abgedecktOvenca enthält keine Risikobewertung mit Länder- oder Branchenindizes. Die Plattform liefert die Datengrundlage aus dem Einkauf: Lieferanten, Kataloge, Warengruppen und Bestellstatistiken als Export. Für die Bewertung selbst nutzen Sie ein Spezialwerkzeug oder unsere Vorlage. |
| Präventionsmaßnahmen | Einkaufspraktiken steuern, Erwartungen an Lieferanten vertraglich verankern, Schulungen und Kontrollen planen und nachhalten. | TeilweiseBedarfsträger bestellen aus freigegebenen Katalogen; Katalogzugriffe lassen sich nach Gesellschaft, Werk und Nutzer steuern, mehrstufige Freigaben greifen nach Rolle und Wert. Vertragsklauseln, Schulungen und Lieferantenaudits werden außerhalb von Ovenca geführt. |
| Abhilfemaßnahmen | Bei festgestellten Verletzungen Maßnahmenpläne mit Fristen anlegen, Umsetzung verfolgen, Eskalation bis zur Aussetzung der Geschäftsbeziehung dokumentieren. | Nicht abgedecktEine Maßnahmenverfolgung mit Fristen und Wirksamkeitskontrolle ist kein Bestandteil von Ovenca. Operativ lassen sich Kataloge und Artikel eines Lieferanten sperren, sodass nicht mehr bestellt wird. |
| Beschwerdeverfahren | Meldekanal für interne und externe Hinweisgeber bereitstellen, Vertraulichkeit wahren, Verfahrensordnung veröffentlichen, Fälle bearbeiten. | Nicht abgedecktOvenca ist kein Hinweisgebersystem. Dafür benötigen Sie eine eigene Lösung, die in vielen Unternehmen bereits für das Hinweisgeberschutzgesetz vorhanden ist. |
| Dokumentation und Audit-Trail | Jede Entscheidung mit Nutzer, Zeitpunkt und Inhalt festhalten, Unterlagen über die Aufbewahrungsfrist verfügbar halten, für Revision und Behörde exportieren. | Abgedeckt für EinkaufsprozesseOvenca protokolliert Anmeldungen, Katalogänderungen mit altem und neuem Wert, Bestellungen, Freigaben und Administrationsvorgänge mit Nutzer und Zeitstempel. Die Protokolle sind durchsuchbar und als CSV oder JSON exportierbar. Die Aufbewahrungsdauer ist einstellbar. |
| Berichterstattung | Kennzahlen und Maßnahmen für Geschäftsleitung, Kunden und, soweit gefordert, für veröffentlichte Berichte aufbereiten. | TeilweiseOvenca liefert Auswertungen zu Bestellungen, Nutzung und Katalogen sowie Exporte für Excel und externe BI-Werkzeuge. Fertige LkSG- oder CSDDD-Berichte erzeugt die Plattform nicht. |
Nicht Teil von Ovenca
Risikobewertung mit Länder- und Branchendaten, Hinweisgebersystem, Maßnahmenverfolgung, Medien- und Sanktionslisten-Screening sowie die Erstellung von Berichten. Wer diese Aufgaben in einem einzigen System sucht, ist mit einer spezialisierten Compliance-Plattform besser bedient. Ovenca ergänzt sie um die Prozesse im Einkauf und liefert die Daten dazu.
Wer Lieferkettengesetz-Software braucht
Die Pflichten treffen zwei Gruppen auf unterschiedliche Weise: Unternehmen, die selbst unter das Gesetz fallen, und deren Zulieferer.
Verpflichtete Unternehmen
Unternehmen im Anwendungsbereich des LkSG müssen ihre Sorgfaltspflichten im eigenen Geschäftsbereich und gegenüber unmittelbaren Zulieferern erfüllen. Bei mittelbaren Zulieferern werden sie tätig, sobald tatsächliche Anhaltspunkte für eine Verletzung vorliegen.
- Viele Lieferanten, deren Auskünfte und Nachweise aktuell gehalten werden müssen
- Risikoanalyse einmal im Jahr und anlassbezogen
- Dokumentation, die sieben Jahre aufzubewahren ist
- Abstimmung zwischen Einkauf, Compliance, Rechtsabteilung und Revision
Zulieferer verpflichteter Unternehmen
Auch Unternehmen unterhalb der Schwellenwerte sind betroffen: Ihre Kunden verlangen Selbstauskünfte, einen Verhaltenskodex und Nachweise, häufig in eigenen Portalen und Formaten. Die CSDDD begrenzt Auskunftsverlangen gegenüber kleineren Geschäftspartnern, schafft sie aber nicht ab.
- Fragebögen mehrerer Kunden mit ähnlichen Inhalten
- Nachweise über die eigenen Vorlieferanten
- Fristen und wiederkehrende Aktualisierungen
- Lieferantenauswahl hängt auch von belastbaren Antworten ab
Unabhängig davon, wie sich Schwellenwerte ändern, bleiben strukturierte Lieferantendaten, aktuelle Nachweise und nachvollziehbare Entscheidungen die Grundlage. Sie werden für Kundenanforderungen und Audits ebenso gebraucht wie für das Gesetz.
Was Ovenca im Einkauf zur Lieferketten-Sorgfalt beiträgt
Vier Bausteine, die der Einkauf ohnehin täglich nutzt. Sie ersetzen kein Compliance-Management, sorgen aber dafür, dass dessen Vorgaben im Bestellprozess ankommen.
Lieferantenportal
Lieferanten erhalten einen geschützten Zugang und pflegen ihre Daten selbst. Der Einkauf prüft, kommentiert und gibt frei.
- Onboarding mit Fragebögen, Selbstauskünften und Zertifikaten
- Upload von Dokumenten wie Datenblättern und Sicherheitsdokumenten
- Status und Rückfragen im Portal statt per E-Mail
- Änderungen versioniert, mit Zeitstempel
Katalog und gelenkter Bedarf
Bestellt wird aus Katalogen, die der Einkauf freigegeben hat. So landet der Bedarf bei Lieferanten, die das Onboarding durchlaufen haben.
- Katalogzugriff nach Gesellschaft, Werk und Nutzer steuerbar
- Kataloge und Artikel lassen sich sperren
- Validierung von Katalogdaten beim Upload
- Weniger Bestellungen am Einkauf vorbei
Freigaben mit Rollen und Wertgrenzen
Mehrstufige Freigaben richten sich nach Rolle, Organisationseinheit und Betrag. Ablehnungen und Kommentare bleiben am Vorgang.
- Rollenbasierte, mehrstufige Freigabe
- Kommentare und Begründungen im Verlauf
- Erinnerungen per E-Mail
- Freigabepfade abhängig vom einzelnen Lieferanten sind im Standard nicht konfigurierbar
Audit-Trail und Auswertungen
Wer hat wann was geändert oder freigegeben: Diese Frage beantwortet das Protokoll, ohne dass Nachweise nachträglich zusammengesucht werden.
- Protokoll mit Nutzer, Aktion und Zeitstempel
- Export als CSV oder JSON
- Berichtszugriff nach Rolle steuerbar
- Bestell- und Nutzungsstatistiken, exportierbar für Excel
Pflichten, Risikoanalyse und Dokumentation im Detail
Drei Unterseiten mit der Sicht des Einkaufs: was das Gesetz verlangt, wie eine Risikoanalyse aufgebaut wird und was eine belastbare Dokumentation ausmacht.
LkSG-Pflichten im Einkauf
Die Sorgfaltspflichten nach § 3 LkSG, was davon im Einkauf anfällt und welches System welche Pflicht trägt.
LkSG-Risikoanalyse
Abstrakte und konkrete Risikoanalyse, Priorisierung und eine Vorlage als Ausgangspunkt für den Einkauf.
Dokumentation und Audit-Trail
Was fortlaufend zu dokumentieren ist, wie lange es aufzubewahren ist und was Ovenca im Einkauf protokolliert.
Vorlage für die LkSG-Risikoanalyse im Einkauf
Die Vorlage führt durch abstrakte und konkrete Risikoanalyse, eine Bewertungsmatrix für Land, Branche und Warengruppe und die Ableitung von Maßnahmen. Sie ist ein Arbeitsmittel für den Einstieg und ersetzt keine Rechtsberatung. Stand der Vorlage: Oktober 2026. Da sich der Rechtsrahmen ändert, prüfen Sie die rechtlichen Angaben vor der Verwendung gegen den aktuellen Gesetzesstand.
- Seiten
- 7
- Größe
- PDF, 235 KB
LkSG-Software auswählen: Checkliste für Einkauf, Compliance und IT
Diese Fragen helfen, Angebote vergleichbar zu machen, gleich ob Sie eine Compliance-Plattform, ein Einkaufssystem oder beides prüfen.
Abdeckung der Pflichten
- Welche Sorgfaltspflichten unterstützt das System selbst, welche nur über Schnittstellen?
- Ist ein Beschwerdeverfahren enthalten oder muss es separat betrieben werden?
- Lassen sich Maßnahmen mit Fristen und Wirksamkeitskontrolle verfolgen?
- Wie werden mittelbare Zulieferer erfasst, wenn Hinweise vorliegen?
Lieferantenanbindung
- Wie viel Aufwand entsteht für Lieferanten bei Registrierung und Fragebogen?
- Können Lieferanten Nachweise selbst aktualisieren?
- Fallen für Lieferanten Gebühren an?
- In welchen Sprachen steht das Portal zur Verfügung?
Risikoanalyse und Datenquellen
- Welche Länder- und Branchenindizes sind hinterlegt und wie aktuell sind sie?
- Ist die Bewertungslogik einsehbar und an die eigene Methodik anpassbar?
- Lässt sich die anlassbezogene Analyse auslösen und dokumentieren?
- Werden Einkaufsvolumen und Warengruppen aus dem ERP übernommen?
Dokumentation und Audit-Trail
- Wird jede Änderung mit Nutzer und Zeitstempel protokolliert?
- Ist die Aufbewahrungsdauer auf mindestens sieben Jahre einstellbar?
- Sind Protokolle exportierbar, ohne den Anbieter zu beauftragen?
- Kann die Revision lesend zugreifen, ohne operative Rechte zu erhalten?
Integration in ERP und Einkauf
- Welches System führt den Lieferantenstamm?
- Wirkt eine Sperre oder Einstufung im Bestellprozess, oder bleibt sie eine Information im Compliance-Tool?
- Werden SAP ECC und S/4HANA über Standardwege angebunden?
- Wie werden Einmallieferanten behandelt, die im ERP keinen eigenen Stammsatz haben?
Betrieb und Anbieter
- Wo liegen Daten und Backups, und ist On-Premise oder Private Cloud möglich?
- Wie reagiert der Anbieter auf Gesetzesänderungen, etwa bei Schwellenwerten und Berichtspflichten?
- Ist das Lizenzmodell von der Zahl der Lieferanten abhängig?
- Gibt es eine Referenz in vergleichbarer Größe und Systemlandschaft?
Wie LkSG-Software mit ERP und SAP zusammenspielt
Sorgfaltsprozesse wirken nur, wenn ihr Ergebnis im Bestellprozess ankommt. Eine Einstufung, die ausschließlich im Compliance-Tool steht, verhindert keine Bestellung. Deshalb gehört die Frage, welches System den Lieferantenstamm führt und wo Sperren greifen, an den Anfang der Auswahl.
In den meisten Landschaften bleibt das ERP führend für Lieferantenstamm, Bestellung und Rechnung. Ovenca ist als vorgelagerte Plattform gebaut: Bedarfsträger bestellen aus freigegebenen Katalogen, die freigegebene Anforderung geht an das ERP. Die Anbindung erfolgt über OCI, cXML oder die API, in SAP-Landschaften ebenso wie in anderen Umgebungen. Ein Compliance-Werkzeug kann Bestell- und Protokolldaten über Exporte oder die API beziehen.
| Schnittstelle | Einsatz | Richtung |
|---|---|---|
| OCI-Punchout | Aufruf des Katalogs aus dem ERP, Rückgabe des Warenkorbs als Bestellanforderung | ERP → Ovenca → ERP |
| API | Übernahme von Kontrakten und Materialnummern aus dem ERP, Übergabe freigegebener Bestellanforderungen und Bestellungen, Anbindung von Drittsystemen, Export von Bestell- und Protokolldaten | Beide Richtungen |
| CSV, Excel, BMEcat | Import und Aktualisierung von Lieferantenkatalogen mit Validierung | Lieferant → Ovenca |
Fragen und Antworten zu Lieferkettengesetz-Software
Eine Lieferkettengesetz-Software, auch LkSG-Software genannt, unterstützt Unternehmen bei den Sorgfaltspflichten in der Lieferkette: Lieferanten erfassen, Selbstauskünfte und Nachweise einholen, Risiken bewerten, Maßnahmen verfolgen, Beschwerden bearbeiten und alles dokumentieren. Manche Produkte decken alle Aufgaben ab, andere wie Ovenca den Teil, der im Einkauf anfällt.
Ja. Nach dem Gesetzestext erfasst das LkSG Unternehmen mit in der Regel mindestens 1.000 Arbeitnehmern im Inland. Die Bundesregierung hat einen Entwurf vorgelegt, der die Berichtspflicht streicht und Bußgelder auf schwere Verstöße beschränkt; die Sorgfaltspflichten sollen bestehen bleiben. Das BAFA prüft Unternehmensberichte seit 2025 nicht mehr. Weil das Gesetz im Wandel ist, sollten Sie den aktuellen Stand beim BAFA prüfen. Diese Antwort ist keine Rechtsberatung.
Das LkSG ist das deutsche Gesetz, die CSDDD die europäische Richtlinie über Sorgfaltspflichten von Unternehmen. Die CSDDD wurde 2026 durch die Omnibus-Richtlinie (EU) 2026/470 geändert: Sie ist bis zum 26. Juli 2028 umzusetzen, ab dem 26. Juli 2029 anzuwenden und gilt für Unternehmen ab einer Schwelle von 5.000 Beschäftigten und 1,5 Mrd. Euro Nettoumsatz weltweit. Die Bundesregierung will das LkSG durch ein Gesetz ersetzen, das die Richtlinie umsetzt.
Häufig ja, in kleinerem Umfang. Zulieferer verpflichteter Unternehmen erhalten Fragebögen, müssen einen Verhaltenskodex anerkennen und Nachweise liefern. Wer die eigenen Lieferantendaten und Nachweise geordnet vorhält, beantwortet solche Anfragen schneller und einheitlich. Ein vollständiges Compliance-System ist dafür nicht immer nötig.
Nein. Ovenca deckt die Prozesse im Einkauf ab: Lieferanten-Onboarding mit Selbstauskünften und Nachweisen, Bestellung aus freigegebenen Katalogen, Freigaben und Audit-Trail. Risikobewertung mit Länder- und Branchendaten, Beschwerdeverfahren, Maßnahmenverfolgung und Berichte gehören nicht zum Funktionsumfang. Dafür wird Ovenca mit einem Compliance-Werkzeug kombiniert oder, bei überschaubarer Lieferantenzahl, mit einer gepflegten Risikoanalyse auf Basis unserer Vorlage.
Lieferantenstamm mit Selbstauskunft und Nachweisen, eine nachvollziehbare Risikoanalyse, Verfolgung von Präventions- und Abhilfemaßnahmen, einen Kanal für Beschwerden, eine lückenlose Dokumentation mit Aufbewahrung über sieben Jahre und Exporte für Revision und Kunden. Dazu kommt die Anbindung an das ERP, damit Einstufungen im Bestellprozess wirken.
Das hängt vom Produkt ab. Ovenca wird über OCI, cXML oder API an SAP ECC und S/4HANA angebunden; der Lieferantenstamm bleibt im ERP. Bedarfsträger bestellen aus Katalogen, die der Einkauf freigegeben hat, und die Anforderung wird an SAP übergeben. Bestell- und Protokolldaten stehen über Exporte und die API für Compliance-Werkzeuge bereit.
CpD-Konten (Conto pro Diverse) bündeln in SAP Einmallieferanten ohne eigenen Stammsatz. Für die Lieferketten-Sorgfalt ist das ein blinder Fleck, weil sich Umsatz, Warengruppe und Nachweise keinem einzelnen Lieferanten zuordnen lassen. Sinnvoll ist, wiederkehrende Bedarfe auf Kataloglieferanten mit Onboarding zu lenken und CpD-Bestellungen auf echte Einzelfälle zu begrenzen. Kataloge und Freigaben in Ovenca unterstützen das; die Regeln für CpD-Konten selbst werden im ERP festgelegt.
Ovenca lässt sich On-Premise im eigenen Rechenzentrum oder als Private Cloud in EU-Rechenzentren betreiben. Zugriffe werden über Rollen und Rechte, Single Sign-on (SAML 2.0, OIDC) und Mehr-Faktor-Authentifizierung (TOTP) gesteuert, die Übertragung ist TLS-verschlüsselt. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach DSGVO wird bereitgestellt.
Die LANXESS AG arbeitet seit 2014 mit Onveda und setzt Ovenca weltweit als eProcurement-Plattform ein, mit SAP-Integration. Im Einsatz sind unter anderem Katalogmanagement, Lieferantenmanagement, Freigabeprozesse und Reporting. Die Case Study beschreibt den Einkauf insgesamt, nicht ein LkSG-Projekt.
Die Bausteine im Detail
Produktseiten und Hintergründe zu den Funktionen, die auf dieser Seite genannt werden.
Vendor Portal
Lieferanten pflegen Kataloge und Dokumente selbst, mit Freigabe durch den Einkauf.
Catalog Management
Lieferantenkataloge importieren, validieren und freigeben.
Source to Pay
Der Beschaffungsprozess von der Lieferantenauswahl bis zur Zahlung, mit Systemgrenzen.
Adminbereich
Rollen, Freigabewege und Audit-Trail zentral steuern.
S/4HANA Beschaffung
Ovenca neben SAP ECC und S/4HANA betreiben.
LANXESS Case Study
eProcurement im weltweiten Konzerneinsatz, Zusammenarbeit seit 2014.
Weiterführende Seiten
Lieferketten-Sorgfalt im Einkauf verankern
Im Fachgespräch klären wir, welche Aufgaben Ovenca in Ihrer Landschaft übernimmt, wo ein Compliance-Werkzeug nötig ist und wie beide mit dem ERP zusammenarbeiten.