Beschaffungssoftware auswählen
Unter Beschaffungssoftware, Einkaufssoftware und E-Procurement-System werden sehr verschiedene Werkzeuge angeboten. Wer auswählt, muss zuerst wissen, welche Aufgabe gelöst werden soll.
Diese Seite ordnet die Kategorien ein, schlägt eine Reihenfolge für die Einführung vor und nennt die Kriterien, in denen sich Systeme für Konzerne und den großen Mittelstand tatsächlich unterscheiden. Sie sagt auch, wofür Ovenca nicht das richtige Werkzeug ist.
Auf dieser Seite
- Welche Software welche Aufgabe löst
- In welcher Reihenfolge einführen
- Neun Auswahlkriterien mit Fragen
- Suite oder Speziallösung
- Wann Ovenca passt und wann nicht
- Checkliste für Anbietergespräche
Was Beschaffungssoftware ist und was sie leistet
Beschaffungssoftware ist ein Sammelbegriff für Systeme, die den Einkauf eines Unternehmens elektronisch abwickeln: vom Bedarf eines Mitarbeiters über Freigabe und Bestellung bis zu Rechnung und Auswertung.
Kein einzelnes Produkt deckt alle diese Schritte gleich gut ab. Hinter demselben Begriff stehen Katalog- und Bestellsysteme, Lieferantenportale, Werkzeuge für Ausschreibungen, Vertragsverwaltung, Rechnungsverarbeitung und Suiten, die mehrere dieser Aufgaben bündeln.
E-Procurement-Systeme sind der Teil davon, der den operativen Bestellprozess führt: elektronische Kataloge, Warenkorb, Freigabe und die Übergabe der Bestellung an das ERP. Die Auswahl beginnt deshalb nicht mit einem Anbietervergleich, sondern mit der Frage, welcher Schritt heute die meiste Arbeit verursacht.
Vorteile nach Beteiligten
- Fachbereiche
- Bestellen ohne Umweg aus freigegebenen Sortimenten und sehen den Status ihrer Anforderung.
- Einkauf
- Wird von Routinebestellungen entlastet. Verhandelte Konditionen werden genutzt, weil sie im Katalog stehen.
- Finanzen
- Kennen Verpflichtungen vor der Rechnung und erhalten Rechnungen mit Bestellbezug.
- IT
- Behält das ERP als führendes System und betreibt definierte Schnittstellen statt Sonderwegen.
- Revision
- Findet Freigaben und Änderungen dokumentiert vor.
Welche Software löst welche Aufgabe
Acht Kategorien decken den Einkauf ab. Sie lösen unterschiedliche Aufgaben und werden von unterschiedlichen Personen genutzt. Die letzte Spalte zeigt, was Ovenca davon abdeckt.
- Ausschreibung und SourcingAusschreibung
- VertragsmanagementVertrag
- LieferantenportalKatalog
- Katalog- und BestellsystemKatalog, Bestellung
- ERPBestellung, Wareneingang, Rechnung
- RechnungsverarbeitungRechnung
- AusgabenanalyseAuswertung
- Integrierte SuiteAusschreibung, Vertrag, Katalog, Bestellung, Wareneingang, Rechnung, Auswertung
- Ausschreibung und SourcingSourcing
- VertragsmanagementVerträge
- LieferantenportalOvenca: Vendor Portal
- Katalog- und BestellsystemOvenca: Catalog Management und Catalog Shop
- ERPERP: Bestellung, Wareneingang, Rechnungsprüfung
- RechnungsverarbeitungRechnungen
- AusgabenanalyseAnalyse
- Integrierte SuiteSuite: mehrere dieser Aufgaben von einem Anbieter
- Ovenca
- ERP, bleibt führend
- Weitere Werkzeuge
| Kategorie | Aufgabe | Typische Nutzer | In Ovenca enthalten |
|---|---|---|---|
| Katalog- und Bestellsystem (E-Procurement) | Mitarbeiter finden Artikel in freigegebenen Katalogen und bestellen sie. Die Bestellung wird an das ERP übergeben. | Besteller in den Fachbereichen, operativer Einkauf | Ja, mit Catalog Shop und Catalog Management |
| Lieferantenportal | Lieferanten reichen ihre Katalogdaten ein, halten sie aktuell und korrigieren Fehler selbst. | Lieferanten, Katalogverantwortliche im Einkauf | Ja, mit dem Vendor Portal |
| Ausschreibung und Sourcing | Angebote einholen, vergleichen und vergeben. | Strategischer Einkauf | Nein |
| Vertragsmanagement | Verträge, Laufzeiten und Fristen verwalten. | Strategischer Einkauf, Rechtsabteilung | Nein. Kontrakte bleiben im ERP und kommen von dort. |
| Lieferantenmanagement und Risiko | Lieferanten qualifizieren und bewerten, Nachweise verwalten, Risiken einstufen. | Strategischer Einkauf, Compliance | Teilweise. Das Vendor Portal fragt Angaben von Lieferanten über Fragebögen ab. Eine Risikobewertung enthält Ovenca nicht. |
| Rechnungsverarbeitung | Eingangsrechnungen erfassen, gegen Bestellung und Wareneingang prüfen und freigeben. | Kreditorenbuchhaltung | Nein. Die Rechnungsprüfung bleibt im ERP. |
| Ausgabenanalyse | Ausgaben nach Warengruppe, Lieferant und Gesellschaft auswerten. | Einkaufsleitung, Controlling | Nein. Ovenca zeigt Auswertungen zu Bestellungen, Suchverhalten und Katalognutzung, ersetzt aber keine Ausgabenanalyse. |
| Integrierte Suite | Mehrere dieser Aufgaben aus einer Hand, meist von der Ausschreibung bis zur Rechnung. | Unternehmen, die möglichst viele Einkaufsfunktionen von einem Anbieter beziehen wollen | Nein. Ovenca ist keine Suite. |
Wo Ovenca in dieser Übersicht steht
Ovenca gehört in die ersten beiden Zeilen: katalogbasiertes Bestellen und die Anbindung von Lieferanten, vor dem ERP. Es besteht aus vier Modulen, die einzeln oder gemeinsam eingesetzt werden: Catalog Shop, Catalog Management, Vendor Portal und Adminbereich. Ausschreibung, Vertragsmanagement, Rechnungsverarbeitung und Ausgabenanalyse sind keine Funktionen von Ovenca. Dafür brauchen Sie das ERP oder ein weiteres Werkzeug. Fehlt Ihnen eine Funktion, sprechen Sie uns an. Onveda entwickelt Ovenca selbst und erweitert das Produkt nach den Anforderungen seiner Kunden.
In welcher Reihenfolge einführen
Kaum ein Unternehmen führt alle Kategorien gleichzeitig ein. Die folgende Reihenfolge ist eine Faustregel: Jeder Schritt liefert die Daten, die der nächste braucht.
Dort beginnen, wo die meisten Vorgänge anfallen
Das ist in der Regel der Bestellprozess für katalogfähige indirekte Bedarfe wie Büromaterial, Arbeitsschutz oder Laborbedarf. Viele gleichartige Vorgänge bedeuten: Der Nutzen ist früh sichtbar, und viele Mitarbeiter lernen das System kennen.
Daten vor Automatisierung
Ein Bestellsystem ist so gut wie seine Kataloge. Klären Sie, wer Katalogdaten liefert, wer sie prüft und wie Lieferanten Korrekturen selbst vornehmen. Automatisierte Abläufe auf ungeprüften Daten vervielfältigen Fehler.
Rollen und Freigaben klären
Wer darf was bestellen, wer sieht welches Sortiment, wer gibt ab welchem Wert frei? Diese Regeln müssen im Haus entschieden sein, bevor sie ein System abbilden kann. Wird der alte Ablauf unverändert nachgebaut, bleibt auch die Durchlaufzeit unverändert.
Rechnungsverarbeitung anschließen
Rechnungen lassen sich erst dann weitgehend ohne Rückfrage prüfen, wenn es zu ihnen eine strukturierte Bestellung gibt. Deshalb folgt dieser Schritt auf den Bestellprozess und nicht umgekehrt.
Sourcing, Vertrag und Analyse ergänzen
Ausschreibungen und Verträge betreffen wenige Vorgänge mit hohem Einzelwert und wenige Nutzer. Auswertungen sind erst belastbar, wenn Bestellungen einheitlich mit Warengruppe und Lieferant erfasst werden.
Wann eine andere Reihenfolge richtig ist
Die Reihenfolge ist eine Faustregel und kein Gesetz. Liegt Ihr größter Engpass heute bei Ausschreibungen, bei auslaufenden Verträgen oder im Rechnungseingang, beginnen Sie dort. Entscheidend ist, dass der erste Schritt ein Problem löst, das im Haus bereits als Problem gilt.
Auswahlkriterien: worin sich Systeme unterscheiden
Funktionslisten ähneln sich bei den meisten Anbietern. Für Konzerne und den großen Mittelstand entscheiden diese neun Punkte. Zu jedem steht die Frage, die Sie jedem Anbieter stellen sollten.
| Kriterium | Worin sich Systeme unterscheiden | Frage an jeden Anbieter |
|---|---|---|
| Betriebsmodell | On-Premise, Private Cloud mit eigener Instanz oder Public Cloud mit geteilter Plattform. Manche Systeme gibt es nur in einem Modell. | In welchen Betriebsmodellen ist das System verfügbar, und wer bestimmt den Zeitpunkt von Updates? |
| ERP-Integration | Welches System führt Kontrakte, Materialnummern und Stammdaten, und über welche Wege werden Belege ausgetauscht. | Bleibt unser ERP das führende System, und kommt die Anbindung ohne Modifikation im ERP aus? |
| Katalog- und Punchout-Standards | Unterstützte Importformate wie CSV, Excel und BMEcat sowie Punchout über OCI und cXML, einschließlich der Suche in externen Katalogen. | Welche Formate und Punchout-Standards unterstützen Sie, und in welchem Umfang? |
| Lieferantenanbindung | Wie Lieferanten ihre Daten einreichen und korrigieren, und ob für sie Gebühren anfallen. | Wer trägt die Kosten der Lieferantenanbindung, und zahlen unsere Lieferanten Netzwerk- oder Transaktionsgebühren? |
| Rollen und Freigaben | Wie fein Rollen, Sichtbarkeiten und Freigaberegeln je Gesellschaft und Standort einstellbar sind. | Lässt sich unsere Freigabematrix abbilden, und wer kann sie ohne den Anbieter ändern? |
| Sicherheit und Datenstandort | Ort der Datenhaltung, Anmeldung über das eigene Identitätsmanagement, Protokollierung und Vertrag zur Auftragsverarbeitung. | In welchem Land liegen unsere Daten, und wer hat administrativen Zugriff? |
| Lizenzmodell | Abrechnung nach Nutzern, Modulen, Transaktionen oder Bestellvolumen. Das Modell bestimmt, wie die Kosten mit der Nutzung wachsen. | Wonach wird abgerechnet, und was kostet es, wenn Nutzerzahl oder Bestellvolumen steigen? |
| Anbieter und Support | Wer das System entwickelt, wer es betreibt und wer bei einer Störung erreichbar ist. | Wer ist unser Ansprechpartner im Betrieb, und gibt es eine Referenz in vergleichbarer Größe? |
| Migrationspfad | Wie Kataloge, Benutzer und Rechte aus dem bisherigen System übernommen werden und ob ein Parallelbetrieb möglich ist. | Wie läuft der Wechsel vom bisherigen System ab, und wie erhalten wir unsere Daten bei Vertragsende zurück? |
Suite oder Speziallösung
Beide Wege funktionieren. Welcher passt, hängt von der ERP-Strategie, der Systemlandschaft und davon ab, wie viel Veränderung die Organisation gleichzeitig tragen kann.
| Kriterium | Integrierte Suite | Speziallösung rund um das ERP |
|---|---|---|
| Umfang | Ausschreibung, Vertrag, Bestellprozess und Rechnungsverarbeitung von einem Anbieter. | Ein Werkzeug je Aufgabe. Das ERP bleibt führend für Bestellung, Wareneingang, Rechnung und Zahlung. |
| Daten und Auswertung | Ein Datenmodell und eine Oberfläche über alle Schritte. Durchgängige Auswertungen ohne eigene Integration. | Daten liegen in mehreren Systemen. Durchgängige Auswertungen setzen gepflegte Schnittstellen voraus. |
| Einführung | In der Regel ein größeres Projekt über mehrere Module. | Schrittweise, beginnend mit dem größten Engpass. |
| Integration | Innerhalb der Suite entfällt sie. Die Anbindung an das ERP bleibt nötig. | Schnittstellen zwischen den Werkzeugen müssen definiert und betrieben werden. |
| Betriebsmodell | Gibt meist der Anbieter vor, ebenso den Release-Zyklus. | Je Baustein wählbar, soweit der jeweilige Anbieter es anbietet. |
| Anbieter und Verträge | Ein Vertragspartner für Lizenz und Support. | Mehrere Anbieter und Verträge. Die Prozessverantwortung über Systemgrenzen muss geregelt sein. |
| Passung der Funktionen | Nicht jedes Modul passt gleich gut zum eigenen Prozess. | Jedes Werkzeug wird für seine Aufgabe ausgewählt. Was fehlt, muss ein anderes System leisten. |
Eine Suite ist die bessere Wahl, wenn
Sie mehrere Einkaufsfunktionen gleichzeitig erneuern wollen, einen Vertragspartner bevorzugen, Ihre Prozesse nah am Standard liegen und das Betriebsmodell des Anbieters zu Ihren Vorgaben passt.
Eine Speziallösung ist die bessere Wahl, wenn
das ERP führend bleiben soll, ein klar umrissener Engpass zu lösen ist, mehrere ERP-Systeme im Einsatz sind oder Vorgaben zu Betriebsort und Datenhaltung bestehen.
Die Funktionen des ERP genügen, wenn
wenige geschulte Personen bestellen, kaum Kataloge im Spiel sind und Lieferanten ihre Daten nicht selbst pflegen müssen.
Wann Ovenca passt und wann nicht
Ovenca ist nicht für jedes Unternehmen das richtige System. Die Einordnung zeigt, ob ein Gespräch sinnvoll ist.
Ovenca passt, wenn
Ovenca ist ein Produkt der Onveda GmbH. Die LANXESS AG arbeitet seit 2014 mit Onveda zusammen.
- Sie ein Konzern oder ein großes mittelständisches Unternehmen sind
- SAP oder ein anderes ERP das führende System ist und bleiben soll
- der Schwerpunkt auf indirektem Einkauf über Kataloge liegt
- Sie eine eigene Instanz On-Premise oder in einer Private Cloud mit Hosting in der EU brauchen
- Lieferanten ihre Kataloge selbst pflegen und keine Netzwerkgebühren zahlen sollen
- Sie mit einem Modul beginnen und später erweitern wollen
Ovenca passt nicht, wenn
In diesen Fällen sind Sie mit einer anderen Art von Lösung besser bedient. Wann SAP Ariba die bessere Wahl bleibt, steht auf einer eigenen Seite.
- Sie eine vollständige Source-to-Pay-Suite von einem Anbieter suchen
- Sie ein kleines Unternehmen ohne ERP sind
- Sie als öffentlicher Auftraggeber eine Plattform für die elektronische Vergabe brauchen
- Ihr Bedarf vor allem bei Ausschreibung, Vertragsmanagement, Rechnungsverarbeitung oder Ausgabenanalyse liegt
Fragen an jeden Anbieter
Stellen Sie allen Anbietern dieselben Fragen und lassen Sie sich die Antworten am laufenden System zeigen. Die Liste gilt für Ovenca genauso.
Umfang
- Welche der acht Kategorien deckt das System ab, welche nicht?
- Welche Schritte bleiben im ERP?
- Lassen sich Module einzeln einführen?
- Wie werden Bedarfe behandelt, die nicht im Katalog stehen?
Integration und Standards
- Welche ERP-Systeme sind bereits angebunden worden?
- Lassen sich mehrere ERP-Systeme parallel anbinden?
- Welche Katalogformate werden importiert?
- Wird Punchout über OCI und cXML unterstützt, auch mit Suche in externen Katalogen?
Betrieb und Sicherheit
- Erhalten wir eine eigene Instanz oder teilen wir die Plattform?
- In welchem Land liegen Daten und Sicherungen?
- Passt die Anmeldung zu unserem Identitätsmanagement?
- Was wird protokolliert, und wer kann die Protokolle einsehen?
Lieferanten
- Wie reichen Lieferanten ihre Kataloge ein?
- Wer korrigiert fehlerhafte Daten: der Lieferant oder unser Einkauf?
- Fallen für Lieferanten Gebühren an?
- Wie viel Aufwand entsteht im Einkauf für Prüfung und Freigabe?
Kosten und Vertrag
- Wonach richtet sich die Lizenz?
- Welche Kosten entstehen für Einführung und Integration?
- Welche Kosten entstehen im laufenden Betrieb, und bei wem?
- Wie erhalten wir unsere Daten bei Vertragsende zurück?
Einführung und Anbieter
- Wie läuft die Einführung ab, und was müssen wir beisteuern?
- Können altes und neues System eine Zeit lang parallel laufen?
- Wer entwickelt das System, und wer betreibt es?
- Gibt es eine Referenz in vergleichbarer Größe und Systemlandschaft?
Häufige Fragen zur Auswahl von Beschaffungssoftware
In drei Schritten. Erstens klären Sie, welche Aufgabe gelöst werden soll: Bestellprozess, Lieferantenanbindung, Ausschreibung, Vertrag oder Rechnung. Zweitens legen Sie die Rahmenbedingungen fest: führendes ERP, Betriebsmodell, Vorgaben zu Datenhaltung und Sicherheit. Drittens stellen Sie allen Anbietern dieselben Fragen und lassen sich die Antworten am laufenden System zeigen. Funktionslisten allein unterscheiden die Anbieter kaum.
Die eine beste Beschaffungssoftware gibt es nicht. Welche passt, hängt davon ab, welche Aufgabe im Vordergrund steht, welches ERP führend ist, ob eine eigene Instanz oder ein Public-Cloud-Dienst gefordert ist, wie viele Gesellschaften und Lieferanten angebunden werden und wie viel Veränderung die Organisation tragen kann. Ein System, das für einen Konzern mit mehreren ERP-Systemen richtig ist, ist für ein kleines Unternehmen ohne ERP zu viel, und umgekehrt.
Mitarbeiter bestellen aus freigegebenen Sortimenten statt per E-Mail oder Freitext. Der Einkauf wird von Routinebestellungen entlastet, und verhandelte Konditionen werden genutzt. Die Finanzabteilung kennt Verpflichtungen vor der Rechnung. Freigaben und Änderungen sind dokumentiert. Diese Vorteile setzen gepflegte Kataloge und geklärte Freigaberegeln voraus. Die Software allein stellt sie nicht her.
Im Sprachgebrauch meist keiner. Beide Begriffe werden für dieselben Systeme verwendet. Wo unterschieden wird, meint Beschaffungssoftware eher die operative Abwicklung von Bestellungen und Einkaufssoftware eher den gesamten Einkauf einschließlich Ausschreibung, Vertrag und Lieferantenmanagement. Eine verbindliche Abgrenzung gibt es nicht. Fragen Sie deshalb nicht nach dem Begriff, sondern nach den Aufgaben, die ein System abdeckt.
E-Procurement-Systeme führen den operativen Bestellprozess elektronisch: Lieferanten stellen Kataloge bereit, Mitarbeiter suchen und bestellen darin, und die Bestellung wird an das ERP übergeben. Sie ergänzen das ERP an der Stelle, an der viele gelegentliche Besteller und viele Lieferanten zusammenkommen. Ausschreibung, Vertragsverwaltung und Rechnungsverarbeitung gehören in der Regel nicht dazu.
Keiner der beiden Wege ist grundsätzlich besser. Eine Suite passt, wenn mehrere Einkaufsfunktionen gleichzeitig erneuert werden sollen, ein Vertragspartner gewünscht ist und das Betriebsmodell des Anbieters zu den eigenen Vorgaben passt. Eine Speziallösung (Best-of-Breed) passt, wenn das ERP führend bleiben soll, ein bestimmter Engpass zu lösen ist oder Vorgaben zu Betriebsort und Datenhaltung bestehen. Der Preis dafür sind Schnittstellen, die definiert und betrieben werden müssen.
Das lässt sich nicht pauschal beziffern. Die Kosten bestehen in der Regel aus Lizenz, Einführung und Integration sowie laufendem Betrieb. Sie hängen ab von der Zahl der Nutzer und Rollen, den eingesetzten Modulen, den Schnittstellen zum ERP und zu Lieferanten, dem Betriebsmodell und den Anforderungen an Compliance. Bei manchen Anbietern kommen Gebühren für Lieferanten hinzu. Ovenca wird individuell angeboten. Es gibt keine Preisliste und keine festen Editionen, und Lieferanten zahlen keine Netzwerkgebühren.
Das hängt vom Umfang ab: von der Zahl der Module, Kataloge, Lieferanten, Schnittstellen und Standorte und davon, wie viel Kapazität IT und Einkauf einbringen können. Eine Suite über mehrere Einkaufsfunktionen ist ein größeres Vorhaben als ein einzelner Baustein vor dem ERP. Für die Ablösung eines bestehenden Katalogsystems durch Ovenca gilt: in der Regel drei bis sechs Monate.
Weiterführende Seiten
Source-to-Pay
Der gesamte Prozess von der Lieferantensuche bis zur Zahlung und die ausführliche Checkliste für das Lastenheft.
Digitale Beschaffung
Begriffe, Ablauf, Vorteile und Hindernisse der digitalen Beschaffung im Überblick.
Ovenca und SAP Ariba
Wann Ovenca passt und wann SAP Ariba die bessere Wahl bleibt.
Nachfolge für SAP SRM
Wie Unternehmen ihr Katalog- und Bestellsystem nach SAP SRM weiterführen.
Katalogsystem ablösen
Wie der Wechsel von einem bestehenden System zu Ovenca abläuft.
Katalogdatenqualität
Was gute Katalogdaten ausmacht und wer wofür zuständig ist.
Preise
Woraus sich die Kosten zusammensetzen und wovon sie abhängen.
Demo oder Fachgespräch anfragen
Nennen Sie uns kurz Ihre Systemlandschaft und Ihren Anlass. Ihr Ansprechpartner ist Jens Bohl.