Die ERP-unabhängige Alternative zu SAP Ariba

Ovenca ist eProcurement-Software für den indirekten Einkauf mit Catalog Shop, Catalog Management, Vendor Portal und Adminbereich. Sie läuft als eigene Instanz On-Premise oder in der Private Cloud und wird an SAP und andere ERP-Systeme angebunden.

Diese Seite ordnet die Unterschiede zu SAP Ariba sachlich ein und nennt auch die Fälle, in denen SAP Ariba die bessere Wahl bleibt.

Warum Unternehmen SAP Ariba neu bewerten

SAP Ariba ist in SAP-Landschaften weit verbreitet. Anlass für eine Neubewertung sind meist eine anstehende Vertragsverlängerung, Rückmeldungen von Lieferanten zu Netzwerkgebühren, mehrere ERP-Systeme nach Zukäufen oder Vorgaben zum Betriebsort der Daten. Ovenca folgt einer anderen Architektur: eine eigene Instanz je Kunde, unabhängig vom ERP, mit direkter Anbindung der Lieferanten über das Vendor Portal. LANXESS arbeitet seit 2014 mit Onveda und ist 2026 von SAP Ariba zu Ovenca zurückgekehrt.

Ovenca Vendor Portal: Katalogübersicht mit Freigabestatus und Historie der Katalogstände
Vendor Portal mit Demodaten: Lieferanten laden Kataloge selbst hoch, der Einkauf gibt sie frei. Ein Lieferantennetzwerk ist dafür nicht nötig.

SAP Ariba, Coupa, JAGGAER und Ovenca im Vergleich

Was Konzerne und großer Mittelstand bei der Auswahl einer Ariba-Alternative vergleichen: Kosten, Gebühren für Lieferanten, Einführungsdauer und Hosting in Deutschland.

Vergleich von Ovenca, SAP Ariba, Coupa und JAGGAER nach Kosten, Lieferantengebühren, Einführungsdauer, Betriebsmodell, Hosting, ERP-Bezug, Schwerpunkt und Hersteller
KriteriumOvencaSAP AribaCoupaJAGGAER
KostenKeine Preisliste. Jahresgebühr, individuell für Ihr Vorhaben vereinbart und vorab fest, dazu eine einmalige Einrichtungsgebühr.Keine öffentliche Preisliste. Subskription nach Vertrag mit SAP.Keine öffentliche Preisliste. Subskription nach Vertrag.Keine allgemeine öffentliche Preisliste. Subskription nach Vertrag.
Gebühren für LieferantenKeine.Standardkonto kostenlos. Für das Enterprise-Konto fallen ab bestimmten Schwellen Abo- und Transaktionsgebühren an, abhängig vom Volumen.Lieferantenportal kostenlos, optionale Zusatzfunktionen kostenpflichtig.Keine. JAGGAER bezeichnet sein Lieferantennetzwerk als gebührenfrei.
EinführungsdauerIn der Regel drei bis sechs Monate, abhängig von Katalogen, Lieferanten, Schnittstellen und Standorten.Keine allgemeine Angabe. Für das Mittelstandspaket SAP Ariba Snap nennt SAP ab 12 Wochen.Keine allgemeine Angabe. Für das Paket Coupa Express nennt Coupa ab sechs Wochen (Datenblatt 2018).Keine öffentliche Angabe des Herstellers.
BetriebsmodellEigene Instanz je Kunde, On-Premise oder Private Cloud.Cloud-Lösung (SaaS), betrieben von SAP.Cloud-Lösung (SaaS) auf AWS, mandantenfähig.Cloud-Lösung (SaaS), laut Hersteller keine On-Premise-Lösung.
Hosting in DeutschlandPrivate Cloud in einem Rechenzentrum in Deutschland oder im eigenen Rechenzentrum.SAP nennt für SAP Ariba in Europa das Rechenzentrum Frankfurt.EU-Region mit AWS-Standorten in Irland und Deutschland.Für Kunden in der EU Verarbeitung in Deutschland oder Irland (AWS).
ERP-BezugERP-unabhängig. Anbindung an SAP, Microsoft Dynamics, Oracle, Infor, Sage, DATEV und Eigenentwicklungen.SAP-Produkt, auf S/4HANA ausgerichtet. Andere ERP-Systeme lassen sich anbinden.ERP-unabhängig.ERP-unabhängig, mit Konnektoren unter anderem zu SAP, Oracle, Workday, Infor und NetSuite.
SchwerpunktKatalogbasierter indirekter Einkauf: Catalog Shop, Catalog Management, Vendor Portal und Adminbereich, einzeln einführbar.Source-to-Pay-Suite mit dem Lieferantennetzwerk SAP Business Network.Plattform für das Ausgabenmanagement von der Beschaffung bis zur Zahlung.Source-to-Pay-Suite, unter anderem mit Sourcing und Lieferantenmanagement.
HerstellerOnveda GmbH, Langenfeld (Deutschland).SAP SE, Walldorf (Deutschland).Coupa Software, San Mateo (USA), seit 2023 im Besitz von Thoma Bravo.JAGGAER, Durham (USA), seit 2024 im Besitz von Vista Equity Partners.

Stand Oktober 2026, ohne Gewähr. Die Angaben zu SAP Ariba, Coupa und JAGGAER stammen aus öffentlichen Quellen der Hersteller: Produkt-, Sicherheits- und Gebührenseiten, Datenblätter und die Rechenzentrumsliste von SAP. Maßgeblich sind die aktuellen Verträge und Konditionen der Anbieter. Alle Marken gehören ihren Inhabern.

Ovenca und SAP Ariba im Vergleich

Die Angaben zu SAP Ariba sind allgemein gehalten und können je nach Edition, Vertrag und Release abweichen. Prüfen Sie für Ihre Entscheidung Ihren eigenen Vertrag.

Vergleich von Ovenca und SAP Ariba nach Architektur, Betrieb, ERP-Bezug, Umfang, Lieferantenanbindung, Lieferantenkosten, Lizenzmodell und Hersteller
KriteriumOvencaSAP Ariba
ArchitekturEigene, getrennte Instanz je Kunde.In der Regel Multi-Tenant-Cloud.
BetriebsortOn-Premise im eigenen Rechenzentrum oder Private Cloud in einem Rechenzentrum in der EU (Deutschland). Hybrider Betrieb ist möglich.Betrieb durch SAP. Die Datenhaltung richtet sich nach dem gewählten Rechenzentrum.
ERP-BezugERP-unabhängig. Anbindung an SAP, Microsoft Dynamics, Oracle, Infor, Sage, DATEV und Eigenentwicklungen.SAP-Produkt, auf das Zusammenspiel mit S/4HANA ausgerichtet.
FunktionsumfangKatalogbasierter indirekter Einkauf mit Catalog Shop, Catalog Management, Vendor Portal und Adminbereich. Die Module sind einzeln einführbar.Breite Suite, unter anderem mit Sourcing und dem Lieferantennetzwerk SAP Business Network (ehemals Ariba Network).
Anbindung der LieferantenDirekt über das Vendor Portal, per Punchout (OCI, cXML) oder per Katalogimport (CSV, Excel, BMEcat).Über das SAP Business Network.
Kosten für LieferantenKeine Netzwerkgebühren.Laut der von SAP Ariba veröffentlichten Gebührenordnung für Lieferanten (Fassung 2016) Transaktionsgebühr und Jahressubskription oberhalb bestimmter Schwellen. Aktuelle Konditionen veröffentlicht SAP.
LizenzmodellJahresgebühr, individuell für Ihr Vorhaben vereinbart und vorab fest, dazu eine einmalige Einrichtungsgebühr. Es gibt keine festen Editionen.Subskription. Umfang und Preis ergeben sich aus Ihrem Vertrag.
HerstellerOnveda GmbH, Langenfeld. Sie arbeiten direkt mit dem Hersteller.SAP SE.

Vergleich zur Orientierung, Stand Oktober 2026, ohne Gewähr. SAP, SAP Ariba, SAP Business Network und S/4HANA sind Marken der SAP SE.

Vier Unterschiede in Architektur und Betrieb

Ovenca ist keine Kopie von SAP Ariba, sondern anders aufgebaut. Diese vier Punkte prägen die Entscheidung.

  • Eigene Instanz statt Multi-Tenant-Cloud

    Ovenca läuft als getrennte Instanz für Ihr Unternehmen. Sie legen fest, wo Einkaufs- und Lieferantendaten liegen.

    • On-Premise im eigenen Rechenzentrum
    • Private Cloud als eigene Instanz in der EU (Deutschland)
    • Hybrider Betrieb möglich
    • Auftragsverarbeitungsvertrag nach DSGVO
  • Unabhängig vom ERP

    Ovenca wird an das ERP angebunden und ist nicht Teil einer ERP-Suite. Bestellungen, Kontrakte und Stammdaten bleiben im ERP führend.

    • SAP (ECC, S/4HANA), Microsoft Dynamics, Oracle, Infor, Sage, DATEV
    • Eigenentwicklungen über offene Schnittstellen (API)
    • OCI-Punchout und cXML
    • SSO mit SAML 2.0 und OIDC
  • Module einzeln einführbar

    Die vier Module lassen sich einzeln oder zusammen nutzen, auch neben einer bestehenden SAP-Ariba-Installation.

    • Catalog Shop: Suche, Warenkorb, Freitextbestellung
    • Catalog Management: Kataloge importieren, prüfen, freigeben
    • Vendor Portal: Lieferanten pflegen ihre Kataloge selbst
    • Adminbereich: Rollen, Sichtbarkeiten, Freigaben, Reporting
  • Lieferanten ohne Netzwerkgebühren

    Ovenca ist Software und kein Lieferantennetzwerk. Lieferanten werden direkt angebunden und zahlen dafür keine Netzwerkgebühren.

    • Zugang über das Vendor Portal
    • Punchout in den Shop des Lieferanten per OCI oder cXML
    • Katalogimport per CSV, Excel oder BMEcat
    • Frei konfigurierbare Lieferantenfragebögen

Was Lieferanten im Ariba Network zahlen

Die Netzwerkgebühren stehen nicht auf Ihrer Rechnung. Sie wirken über die Lieferantenbeziehung, etwa in Preisverhandlungen oder als Hürde für kleinere Lieferanten. Die Struktur folgt der von SAP Ariba veröffentlichten Gebührenordnung für Lieferanten in der Fassung von 2016. Die Beträge dieser Fassung stehen im Whitepaper, aktuelle Konditionen veröffentlicht SAP.

Gebührenfreiheit
Unterhalb bestimmter Schwellen bei Dokumentenzahl und Transaktionsvolumen zahlen Lieferanten nichts.
Transaktionsgebühr
Oberhalb der Schwellen fällt eine prozentuale Gebühr auf das jährliche Transaktionsvolumen des Lieferanten an, gedeckelt je Kundenbeziehung.
Subskription
Hinzu kommt eine Jahresgebühr, gestaffelt nach der Zahl der ausgetauschten Dokumente.
Mit Ovenca
Lieferanten zahlen keine Netzwerkgebühren. Der Zugang erfolgt über das Vendor Portal, per Punchout oder per Katalogimport.

Quelle: SAP Ariba, Ariba Network Supplier Fee Schedule, Fassung 2016. SAP passt Gebührenmodell und Beträge an und veröffentlicht die aktuellen Konditionen für das SAP Business Network. Prüfen Sie die aktuelle Fassung, bevor Sie damit argumentieren. Quelle und Beträge der Fassung von 2016 stehen im Whitepaper.

Drei Wege von SAP Ariba zu Ovenca

Ein Wechsel muss kein Stichtagsprojekt sein. Das Whitepaper beschreibt drei Pfade mit Voraussetzungen und Risiken.

Pfad A: Koexistenz
Ovenca arbeitet als Katalog- und Lieferantenschicht neben SAP Ariba. Anforderer bestellen aus dem neuen Katalog, die Bestellung wird an das ERP übergeben. SAP Ariba bleibt für die Lieferanten und Prozesse bestehen, die dort gut laufen.
Pfad B: Ablösung nach Bereichen
Einzelne Länder oder Warengruppen wechseln auf Ovenca. SAP Ariba bleibt für die übrigen Bereiche.
Pfad C: Vollständige Ablösung
Ovenca ersetzt SAP Ariba in allen Ländern und Warengruppen. Lieferanten werden in Wellen angebunden. Laufzeit und Kündigungsfrist des Ariba-Vertrags bestimmen den Zeitplan.

Der Aufwand hängt von Ihrer Systemlandschaft, der Zahl der Lieferanten und Ihrer internen Kapazität ab. Punchout-Kataloge über die Standards OCI und cXML lassen sich umstellen. Anbindungen über Ariba-eigene Dienste müssen neu aufgebaut werden.

Wann Ovenca passt und wann SAP Ariba die bessere Wahl bleibt

Ovenca ist nicht der Ersatz für jeden Anwendungsfall. Die Einordnung folgt den Kriterien aus dem Whitepaper.

Ovenca passt, wenn

  • der Betrieb On-Premise oder in einer eigenen Private-Cloud-Instanz gefordert ist
  • mehrere ERP-Systeme oder Systeme anderer Hersteller im Einsatz sind
  • Lieferanten direkt und ohne Netzwerkgebühren angebunden werden sollen
  • der Schwerpunkt auf katalogbasiertem indirektem Einkauf mit eigenen Freigaberegeln liegt
  • Module schrittweise eingeführt werden sollen, auch neben SAP Ariba

SAP Ariba bleibt die bessere Wahl, wenn

  • Sie global und netzwerkbasiert über das Ariba Network ausschreiben
  • Sie eine reine SAP-Landschaft mit Standardprozessen betreiben und alle Einkaufsfunktionen von SAP beziehen wollen
  • wichtige Lieferanten oder Kunden SAP Ariba vertraglich voraussetzen
  • Ihre eigenen Kosten niedrig sind und Lieferanten keine Probleme melden
  • Ihre Organisation derzeit kein weiteres Veränderungsprojekt tragen kann

Whitepaper: Von SAP Ariba zu einer ERP-unabhängigen Einkaufsplattform

Entscheidungsrahmen mit sechs Kriterien, drei Migrationspfade, Playbook für die Umstellung der Lieferanten und eine Vorlage für Ihre eigene Kostenrechnung. Das Papier nennt auch die Fälle, in denen ein Wechsel nicht sinnvoll ist.

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10
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PDF, 248 KB
Sprache
Deutsch
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Was Sie von Ovenca erwarten können

Acht Punkte für die Bewertung durch Einkauf, IT und Datenschutz.

LANXESS ist von SAP Ariba zurückgekehrt
Der Spezialchemie-Konzern LANXESS (MDAX) arbeitet seit 2014 mit Onveda. 2019 entschied sich LANXESS für SAP Ariba, 2025 für die Rückkehr. Seit 2026 ist Ovenca dort wieder weltweit ausgerollt.
Kontrolle über die Daten
Die Daten liegen in Ihrer eigenen Instanz, On-Premise oder in einem Rechenzentrum in der EU (Deutschland). Rollen und Rechte, Audit-Trail, SSO (SAML 2.0, OIDC), MFA (TOTP) und TLS-Verschlüsselung gehören zum Produkt.
Große Kataloge
Ovenca verarbeitet Kataloge mit zusammen mehr als 5 Millionen Artikeln. Die Suche bleibt dabei schnell. Kataloge werden per CSV, Excel oder BMEcat importiert oder per Punchout eingebunden.
Punchout Level 2
Artikel aus Lieferantenshops werden wie Katalogartikel importiert und stehen in der Suche. Der Klick führt direkt auf die Produktseite im Shop des Lieferanten, nicht auf dessen Startseite. Lieferanten werden so im Einkaufsportal gefunden.
Wenig Aufwand im Einkauf
Ovenca prüft Kataloge beim Einreichen. Lieferanten sehen je Artikel, was fehlt, und korrigieren selbst. Anforderer finden Artikel über eine schnelle Suche und bestellen ohne Rückfrage. Der Einkauf gibt frei und steuert, statt Daten zu pflegen.
SAP-Daten in der Produktsuche
Bei LANXESS stehen SAP-Kontrakte und Materialnummern direkt in der Produktsuche.
Freigaben nach Ihren Regeln
Freigaben können mehrstufig sein und nach Warengruppe geroutet werden.
Direkter Kontakt zum Hersteller
Ovenca ist ein Produkt der Onveda GmbH, einem 2010 gegründeten Softwarehaus aus Langenfeld. Vertrag, Weiterentwicklung und Ansprechpartner liegen beim Hersteller.

Häufige Fragen zur Ariba-Alternative

Ovenca neben SAP Ariba bewerten

In einer Demo sehen Sie Catalog Shop, Catalog Management, Vendor Portal und Adminbereich an Ihrem Anwendungsfall. Wir sagen offen, wo Ovenca passt und wo SAP Ariba die bessere Wahl bleibt.