Source-to-Pay Plattform für Konzerne und großen Mittelstand
Vom Lieferantenkatalog über Bestellanforderung und Freigabe bis zur Übergabe an Ihr ERP: Ovenca bildet den operativen Kern des Source-to-Pay-Prozesses ab und bindet Sourcing, Vertragsdaten, Rechnungsprüfung und Zahlung über offene Schnittstellen an.
ERP-unabhängig, On-Premise oder in der Private Cloud, weltweit im Einsatz in einem MDAX-Konzern, mit dem Onveda seit 2014 zusammenarbeitet. Diese Seite erklärt den S2P-Prozess Phase für Phase, grenzt ihn von Procure-to-Pay und Source-to-Contract ab und nennt die Kriterien, auf die es bei der Softwareauswahl ankommt.
- ERP-unabhängig
- On-Premise oder Private Cloud
- OCI, cXML, API
- Mit LANXESS seit 2014
Was ist Source-to-Pay (S2P)?
Source-to-Pay, kurz S2P, bezeichnet den durchgängigen Beschaffungsprozess von der Lieferantensuche bis zur Bezahlung der Rechnung. Er verbindet den strategischen Einkauf (Bedarfsbündelung, Ausschreibung, Lieferantenauswahl, Vertrag) mit dem operativen Einkauf (Bestellanforderung, Freigabe, Bestellung, Wareneingang) und der Kreditorenbuchhaltung (Rechnungsprüfung, Zahlung).
Der Begriff beschreibt zunächst einen Prozess, keine Software. Eine Source-to-Pay Plattform ist entsprechend die Systemlandschaft, die diese Schritte ohne Medienbruch verbindet: Konditionen aus dem Vertrag stehen im Katalog, die Bestellung bezieht sich auf den Katalogartikel, die Rechnung wird gegen Bestellung und Wareneingang geprüft. Ob das eine einzelne Suite leistet oder mehrere integrierte Systeme rund um das ERP, ist eine Architekturentscheidung und kein Teil der Definition.
Ein eigener deutscher Fachbegriff hat sich nicht durchgesetzt; sinngemäß bedeutet Source-to-Pay: von der Bezugsquelle bis zur Zahlung. Source-to-Settle wird meist gleichbedeutend verwendet.
S2P auf einen Blick
- Startpunkt
- Ein Bedarf, für den es noch keinen Lieferanten oder keine gültigen Konditionen gibt
- Endpunkt
- Die bezahlte und verbuchte Lieferantenrechnung
- Teilprozesse
- Source-to-Contract (S2C) und Procure-to-Pay (P2P)
- Beteiligte
- Strategischer und operativer Einkauf, Bedarfsträger in den Fachbereichen, Lieferanten, Kreditorenbuchhaltung, IT
- Ziel
- Bestellt wird zu verhandelten Konditionen, jeder Schritt ist nachvollziehbar, und Daten werden nur einmal erfasst
Der Source-to-Pay-Prozess in acht Phasen
Was in jeder Phase passiert, welches System sie üblicherweise führt und welche Rolle Ovenca dabei übernimmt.
Sourcing und Ausschreibung
Der Einkauf bündelt Bedarfe, analysiert Ausgaben nach Warengruppen, holt Angebote ein (RFI, RFQ, RFP) und wählt Lieferanten aus. Ergebnis sind verhandelte Preise und Konditionen.
Rolle von Ovenca: Ausschreibungen und Auktionen sind kein Bestandteil von Ovenca. Sie laufen im Sourcing-Modul des ERP oder in einem spezialisierten Werkzeug. Ovenca liefert dafür Auswertungen zu Bestellungen, Suchverhalten und Katalognutzung.
Vertrag und Rahmenvereinbarung
Die Verhandlungsergebnisse werden als Rahmenvertrag oder Kontrakt festgehalten: Preise, Mengen, Laufzeiten, Liefer- und Zahlungsbedingungen. Ohne Verbindung zum Bestellprozess bleibt der Vertrag ein Dokument, das im Tagesgeschäft niemand nutzt.
Rolle von Ovenca: Die Vertragsakte bleibt im ERP oder im Vertragsmanagement. Ovenca übernimmt Kontrakte und Materialnummern aus dem ERP und zeigt Kontraktartikel direkt in der Produktsuche, damit Bedarfsträger zu den verhandelten Konditionen bestellen.
Lieferantenmanagement
Neue Lieferanten werden qualifiziert, Stammdaten und Nachweise gepflegt, Risiken bewertet. Mit dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz ist die Dokumentation dieser Schritte für viele Unternehmen Pflicht.
Rolle von Ovenca: Im Vendor Portal durchlaufen Lieferanten ein strukturiertes Onboarding mit Fragebögen, Selbstauskünften und Zertifikaten. Ihre Kataloge pflegen sie selbst; der Einkauf prüft und gibt frei.
Katalog und Bestellanforderung
Bedarfsträger suchen in freigegebenen Katalogen, legen Artikel in den Warenkorb und erzeugen daraus eine Bestellanforderung (BANF). Was nicht im Katalog steht, wird als Freitextbedarf erfasst.
Rolle von Ovenca: Hier liegt der Schwerpunkt von Ovenca: eine Suche über importierte Kataloge (CSV, BMEcat) und Punchout-Shops (OCI, cXML), SmartForms für konfigurierbare Bedarfe und ein gemeinsamer Warenkorb für Katalog-, Punchout- und Freitextpositionen.
Freigabe und Bestellung
Die Anforderung wird nach Wert, Kostenstelle oder Warengruppe an die zuständigen Genehmiger geleitet. Nach der Freigabe entsteht die verbindliche Bestellung an den Lieferanten.
Rolle von Ovenca: Mehrstufige Freigaben und Budgetgrenzen je Kostenstelle, Benutzer oder Kategorie werden in der Plattform konfiguriert. Die freigegebene Anforderung oder Bestellung übergibt Ovenca per API an das ERP.
Wareneingang und Leistungserfassung
Die Lieferung oder die erbrachte Leistung wird bestätigt. Der Wareneingang ist die Voraussetzung dafür, dass die Rechnung später ohne Rückfrage geprüft werden kann.
Rolle von Ovenca: Der Wareneingang wird im ERP gebucht. Ovenca kann ihn mit dem ERP abgleichen; der Umfang hängt von der jeweiligen ERP-Anbindung ab.
Rechnungsprüfung
Die Lieferantenrechnung wird mit Bestellung und Wareneingang abgeglichen (Three-Way-Match). Stimmen Menge und Preis, kann sie ohne manuelle Prüfung zur Zahlung freigegeben werden.
Rolle von Ovenca: Rechnungseingang und Rechnungsprüfung bleiben im ERP oder in der Rechnungsverarbeitung der Finanzbuchhaltung. Ovenca schafft die Voraussetzung: Bestellungen mit korrektem Preis, Lieferanten, Materialnummer und Kostenstelle.
Zahlung
Die Kreditorenbuchhaltung zahlt nach den vereinbarten Zahlungsbedingungen und verbucht den Vorgang. Damit ist der Prozess abgeschlossen; die Daten fließen in die Ausgabenanalyse und in das nächste Sourcing zurück.
Rolle von Ovenca: Zahlungsläufe sind Aufgabe des ERP beziehungsweise der Finanzsysteme. Ovenca löst keine Zahlungen aus.
Source-to-Pay, Procure-to-Pay, Source-to-Contract: die Unterschiede
Die drei Begriffe beschreiben unterschiedlich große Ausschnitte desselben Beschaffungsprozesses. Source-to-Pay ist die Klammer: S2C plus P2P.
| Kriterium | Source-to-Contract (S2C) | Procure-to-Pay (P2P) | Source-to-Pay (S2P) |
|---|---|---|---|
| Umfang | Strategischer Einkauf | Operativer Einkauf und Rechnungsabwicklung | Beides, durchgängig verbunden |
| Beginnt mit | Bedarfsanalyse und Lieferantensuche | Bestellanforderung eines Bedarfsträgers | Bedarfsanalyse und Lieferantensuche |
| Endet mit | Unterzeichnetem Vertrag | Bezahlter Rechnung | Bezahlter Rechnung |
| Typische Schritte | Ausgabenanalyse, Ausschreibung, Verhandlung, Lieferantenauswahl, Vertrag | Katalog, Bestellanforderung, Freigabe, Bestellung, Wareneingang, Rechnungsprüfung, Zahlung | Alle Schritte aus S2C und P2P, dazu Lieferantenmanagement |
| Hauptnutzer | Strategische Einkäufer, Warengruppenverantwortliche | Bedarfsträger, operative Einkäufer, Kreditorenbuchhaltung | Einkauf, Fachbereiche, Finanzen und Lieferanten |
| Vorgänge | Wenige, dafür komplexe Vorgänge | Viele gleichartige Vorgänge | Beides |
| Typischer Nutzen | Bessere Konditionen, geprüfte Lieferanten | Kürzere Durchlaufzeiten, weniger Maverick Buying, weniger Rechnungsklärung | Verhandelte Konditionen kommen tatsächlich in der Bestellung an |
Verwandte Begriffe kurz erklärt
- Source-to-Settle
- Wird in der Regel gleichbedeutend mit Source-to-Pay verwendet. Der Begriff betont, dass der Vorgang erst mit der verbuchten und ausgeglichenen Verbindlichkeit endet.
- Purchase-to-Pay
- Im deutschen Sprachgebrauch meist gleichbedeutend mit Procure-to-Pay und ebenfalls mit P2P abgekürzt: der Prozess vom Bedarf bis zur Zahlung.
- Requisition-to-Pay (R2P)
- Entspricht Procure-to-Pay, hebt aber die Bestellanforderung als Ausgangspunkt hervor.
Suite, Best-of-Breed oder ERP-Bordmittel: drei Wege zur S2P-Plattform
Anbieter von Source-to-Pay Software verfolgen unterschiedliche Ansätze. Welcher passt, hängt von der ERP-Strategie, der Zahl der Gesellschaften und dem Reifegrad des Einkaufs ab.
| Kriterium | Integrierte S2P-Suite | Best-of-Breed rund um das ERP | ERP-Bordmittel |
|---|---|---|---|
| Ansatz | Ein Anbieter liefert Sourcing, Vertragsmanagement, Bestellprozess und Rechnungsverarbeitung aus einer Hand, meist als Cloud-Dienst. | Das ERP bleibt führend für Bestellung, Wareneingang, Rechnung und Zahlung. Spezialisierte Lösungen übernehmen die Phasen, in denen das ERP Lücken hat, etwa Katalog, Lieferantenportal oder Ausschreibung. | Der gesamte Prozess wird mit den Beschaffungsfunktionen des ERP abgebildet, ohne zusätzliche Plattform. |
| Vorteile |
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| Nachteile |
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Was Ovenca abdeckt und was bewusst im ERP bleibt
Ovenca ist keine Komplettsuite, sondern ein Baustein für den zweiten Weg. Die Plattform übernimmt die Phasen, in denen viele Nutzer, viele Lieferanten und viele Kataloge zusammenkommen, und übergibt saubere Daten an das führende System.
Katalog und Bestellanforderung
Eine Suche über alle freigegebenen Kataloge und Punchout-Shops, aus der direkt die Bestellanforderung entsteht.
- Import und Validierung von CSV- und BMEcat-Katalogen
- Punchout per OCI und cXML
- Kontraktartikel und ERP-Materialnummern in der Suche
- Freitextpositionen und SmartForms für Bedarfe außerhalb des Katalogs
Vendor Portal
Lieferanten pflegen Kataloge und Nachweise selbst; der Einkauf prüft und gibt frei.
- Katalogpflege im Browser oder per CSV- und Excel-Import
- Validierung der Daten bei der Aufnahme
- Freigabeprozess mit Änderungsprotokoll
- Onboarding mit Fragebögen, Selbstauskünften und Zertifikaten
Freigaben und Governance
Rollen, Rechte, Budgets und Freigabewege werden zentral gesteuert, auch für dezentrale Organisationen mit mehreren Gesellschaften.
- Mehrstufige Freigaben nach Wert, Kostenstelle oder Kategorie
- Budgetgrenzen je Kostenstelle, Benutzer oder Kategorie
- Sichtbarkeit von Katalogen und Produkten je Organisationseinheit
- Audit-Trail und Reporting zu Suche, Bestellungen und Nutzung
ERP-Integration
Ovenca läuft vor dem ERP und übergibt freigegebene Vorgänge dorthin, wo sie gebucht werden.
- SAP ERP und S/4HANA per OCI, cXML oder API
- Microsoft Dynamics, Oracle, Infor und proprietäre ERP-Systeme
- Übermittlung von Bestellanforderungen und Bestellungen
- Wareneingangsabgleich mit dem ERP
Nicht Teil von Ovenca
Ausschreibungen und Auktionen, Vertragsverwaltung auf Klauselebene, Rechnungseingang und Zahlungsverkehr. Diese Schritte laufen im ERP oder in spezialisierten Systemen. Wer alle Phasen von einem einzigen Anbieter beziehen will, ist mit einer integrierten Suite besser bedient. Das sagen wir im Erstgespräch offen.
Weltweit im Einsatz bei LANXESS
„Über die Einbindung von SAP-Kontrakten und Materialnummern in die Produktsuche konnten wir die Automatisierung unserer purchase-to-pay-Prozesse in gewünschter Weise steigern. Auf der übersichtlichen Administrationsebene steuern wir die Freigabe und Verfügbarkeit des Contents, verwalten Benutzerberechtigungen und erhalten die gewünschte Transparenz durch aussagekräftige Reports.“
Die LANXESS AG arbeitet seit 2014 mit Onveda und setzt Ovenca weltweit als eProcurement-Plattform ein. Kontrakte und Materialnummern aus SAP stehen direkt in der Produktsuche.
S2P-Software auswählen: Checkliste für Einkauf, IT und Finanzen
Funktionslisten ähneln sich bei den meisten Anbietern. Die Unterschiede zeigen sich bei Integration, Betrieb und Rollout. Diese Fragen gehören in jedes Lastenheft.
ERP-Integration
- Welche Belege werden ausgetauscht (Bestellanforderung, Bestellung, Wareneingang, Rechnungsstatus) und in welche Richtung?
- Werden SAP ECC und S/4HANA über Standardwege wie OCI, cXML oder API angebunden, ohne Modifikation im ERP?
- Lassen sich mehrere ERP-Systeme parallel anbinden, auch Nicht-SAP-Systeme in Tochtergesellschaften?
- Welches System führt die Stammdaten für Lieferanten, Materialien und Kostenstellen?
- Wie werden Schnittstellenfehler erkannt, protokolliert und erneut verarbeitet?
Betriebsmodell und Datenhaltung
- Ist neben der Public Cloud auch On-Premise oder Private Cloud möglich?
- In welchem Land liegen Daten und Backups, und wer hat administrativen Zugriff?
- Wer bestimmt den Zeitpunkt von Updates: Anbieter oder Kunde?
- Passt die Anmeldung zum bestehenden Identitätsmanagement (Single Sign-on)?
- Wie erhalten Sie Ihre Daten bei Vertragsende zurück?
Compliance und Audit-Trail
- Wird jede Freigabe, Preis- und Katalogänderung mit Nutzer und Zeitstempel protokolliert?
- Sind die Protokolle gegen nachträgliche Änderung geschützt und exportierbar?
- Lässt sich die Freigabematrix mit Wertgrenzen, Kostenstellen und Vier-Augen-Prinzip abbilden?
- Kann die interne Revision lesend zugreifen, ohne operative Rechte zu erhalten?
- Unterstützt das Lieferantenmanagement Nachweise nach dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz?
Rollout über Gesellschaften und Länder
- Ist die Plattform mandantenfähig, mit eigenen Katalogen, Freigabewegen und Sichtbarkeiten je Gesellschaft?
- Lassen sich zentrale Rahmenverträge und lokale Lieferanten nebeneinander führen?
- Werden Sprachen, Währungen und Bestelleinheiten je Land unterstützt?
- Kann der Rollout Gesellschaft für Gesellschaft erfolgen, ohne Stichtag für den ganzen Konzern?
Lieferantenanbindung
- Wie pflegen Lieferanten ihre Katalogdaten: per Upload, im Portal oder per Punchout?
- Welche Formate werden akzeptiert (BMEcat, CSV, Excel, cXML)?
- Fallen für Lieferanten Netzwerk- oder Transaktionsgebühren an?
- Wie viel Aufwand entsteht im Einkauf für Prüfung und Freigabe von Katalogänderungen?
Akzeptanz und Kosten
- Finden gelegentliche Besteller ohne Schulung, was sie brauchen?
- Wie werden Bedarfe behandelt, die nicht im Katalog stehen?
- Ist das Lizenzmodell nach Nutzern, Transaktionen oder Funktionsumfang gestaffelt?
- Lässt sich mit einem Modul starten und später erweitern?
- Gibt es eine Referenz in vergleichbarer Größe und Systemlandschaft?
Source-to-Pay Integration: wie Plattform und ERP ineinandergreifen
Source-to-Pay Automatisierung entsteht nicht durch ein einzelnes System, sondern durch saubere Übergaben. Der größte Hebel liegt im Katalog: Wenn Artikel, Preis, Lieferant und Kostenstelle bereits in der Bestellanforderung stimmen, lassen sich Freigabe, Bestellung und spätere Rechnungsprüfung regelbasiert abwickeln. Fehlen diese Daten, wird jeder Folgeschritt zur manuellen Klärung.
Ovenca ist dafür als vorgelagerte Plattform gebaut. Das ERP bleibt führend für Bestellung, Wareneingang, Rechnung und Zahlung; Ovenca liefert freigegebene, vollständig beschriebene Vorgänge. Die Anbindung erfolgt über OCI, cXML oder die API, in SAP-Landschaften ebenso wie in anderen Umgebungen. Die SAP Business Technology Platform ist dafür nicht erforderlich.
| Schnittstelle | Einsatz im S2P-Prozess | Richtung |
|---|---|---|
| OCI-Punchout | Aufruf des Katalogs aus dem ERP, Rückgabe des Warenkorbs als Bestellanforderung | ERP → Ovenca → ERP |
| cXML-Punchout | Anbindung externer Lieferantenshops und Marktplätze an den gemeinsamen Warenkorb | Ovenca ↔ Lieferant |
| API | Übernahme von Kontrakten und Materialnummern aus dem ERP, Übergabe freigegebener Bestellanforderungen und Bestellungen, Anbindung von Drittsystemen, Export von Bestell- und Protokolldaten | Beide Richtungen |
| CSV, Excel, BMEcat | Import und Aktualisierung von Lieferantenkatalogen mit Validierung | Lieferant → Ovenca |
Was sich im Source-to-Pay-Prozess automatisieren lässt
- Katalogbestellungen innerhalb definierter Wertgrenzen, ohne Eingriff des Einkaufs
- Zuweisung der Genehmiger nach Wert, Kostenstelle und Warengruppe
- Übergabe der freigegebenen Anforderung an das ERP ohne erneute Erfassung
- Aktualisierung von Preisen und Artikeldaten durch den Lieferanten, mit Prüfung vor der Freigabe
- Rechnungsprüfung im ERP gegen Bestellung und Wareneingang, sobald die Bestelldaten stimmen
Source-to-Pay einführen: in Etappen statt als Großprojekt
Wer alle acht Phasen gleichzeitig umstellt, bindet Einkauf, IT und Finanzen über lange Zeit. Bewährt hat sich, mit dem Engpass zu beginnen und den Prozess von dort aus zu schließen. Einführung und Support der Plattform übernimmt bei Ovenca ein deutschsprachiges Team.
Ist-Aufnahme
Bestellwege, Freigaben, Kataloge und Schnittstellen erfassen. Wo wird doppelt erfasst, wo am Prozess vorbei bestellt?
Zielbild und Systemgrenzen
Festlegen, welches System welche Phase führt und welche Belege zwischen Plattform und ERP ausgetauscht werden.
Pilot
Mit einer Gesellschaft oder Warengruppe starten: Kataloge übernehmen, erste Lieferanten über das Vendor Portal anbinden, ERP-Integration testen.
Rollout
Weitere Gesellschaften, Kataloge und Lieferanten schrittweise aufschalten; Freigaberegeln und Berichte anhand der Nutzung nachschärfen.
Fragen und Antworten zu Source-to-Pay
Source-to-Pay (S2P) ist der durchgängige Beschaffungsprozess von der Lieferantensuche bis zur Bezahlung der Rechnung. Er umfasst Sourcing, Vertrag, Lieferantenmanagement, Bestellanforderung, Freigabe, Bestellung, Wareneingang, Rechnungsprüfung und Zahlung. Der Begriff fasst die beiden Teilprozesse Source-to-Contract und Procure-to-Pay zusammen.
Wörtlich: von der Bezugsquelle bis zur Zahlung. Ein eigener deutscher Fachbegriff hat sich nicht durchgesetzt; im Einkauf wird der englische Ausdruck oder die Abkürzung S2P verwendet. Gemeint ist der gesamte Beschaffungsprozess einschließlich des strategischen Einkaufs, nicht nur die Bestellabwicklung.
Procure-to-Pay (P2P) beginnt mit der Bestellanforderung und endet mit der Zahlung; es beschreibt den operativen Einkauf. Source-to-Pay beginnt früher und schließt Ausschreibung, Lieferantenauswahl und Vertrag ein. P2P ist damit ein Teil von S2P. Purchase-to-Pay wird im Deutschen meist gleichbedeutend mit Procure-to-Pay verwendet.
Source-to-Contract bezeichnet den strategischen Teil des Einkaufs: Ausgabenanalyse, Ausschreibung, Verhandlung, Lieferantenauswahl und Vertragsabschluss. Source-to-Contract-Lösungen sind entsprechend Werkzeuge für Ausschreibungen und Vertragsmanagement. Der Prozess endet mit dem Vertrag; dessen Nutzung im Bestellprozess gehört zu Procure-to-Pay.
In der Praxis ja. Source-to-Settle betont, dass der Vorgang erst mit der ausgeglichenen und verbuchten Verbindlichkeit abgeschlossen ist. Der Prozessumfang ist derselbe; der Begriff hebt lediglich die Finanzseite stärker hervor.
Üblich sind Module für Ausgabenanalyse, Ausschreibung, Vertragsmanagement, Lieferantenmanagement, Katalog und Bestellanforderung, Freigabeworkflow, Bestellabwicklung, Wareneingang und Rechnungsverarbeitung. Kaum ein Unternehmen führt alle Module gleichzeitig ein. Entscheidend ist, dass die eingesetzten Bausteine ihre Daten ohne erneute Erfassung an den nächsten Schritt weitergeben.
Nein. Ovenca deckt Lieferantenportal, Katalogmanagement, Bestellanforderung, Freigaben und die Übergabe an das ERP ab. Ausschreibungen, Vertragsverwaltung, Rechnungsprüfung und Zahlung laufen im ERP oder in spezialisierten Systemen, die über Schnittstellen angebunden werden. Für Unternehmen, die ihr ERP als führendes System behalten wollen, ist das die passende Arbeitsteilung.
Ja. Ovenca wird per OCI-Punchout, cXML oder API an SAP ERP und S/4HANA angebunden; die SAP Business Technology Platform ist dafür nicht erforderlich. Microsoft Dynamics, Oracle, Infor und proprietäre ERP-Systeme werden auf demselben Weg angebunden. Die ERP-Anbindung lässt sich je Mandant konfigurieren, sodass Gesellschaften mit unterschiedlichen ERP-Systemen dieselbe Plattform nutzen.
Viele S2P-Suiten werden als Cloud-Dienst angeboten. Ovenca läuft wahlweise On-Premise im eigenen Rechenzentrum, in einer Private Cloud in der EU oder hybrid. Das ist vor allem für Unternehmen relevant, deren Sicherheits- oder Datenschutzvorgaben den Betriebsort von Einkaufs- und Lieferantendaten festlegen.
Gut automatisierbar sind wiederkehrende Vorgänge mit klaren Regeln: Katalogbestellungen innerhalb von Wertgrenzen, die Zuweisung von Genehmigern, die Übergabe von Bestellungen an das ERP und der Abgleich von Rechnung, Bestellung und Wareneingang. Voraussetzung sind gepflegte Kataloge und Stammdaten. Ausschreibungen und Verhandlungen bleiben Aufgaben, die Fachwissen und Abstimmung erfordern.
Das hängt vom Umfang ab. Ein Start mit Katalog und Lieferantenportal ist das kleinste Vorhaben, weil die Prozesse im ERP unverändert bleiben. Die Ablösung einer bestehenden Einkaufsplattform einschließlich Katalogübernahme, Lieferanten-Onboarding und Integration ist deutlich umfangreicher. Einen belastbaren Zeitplan gibt es, sobald Systemlandschaft, Katalogbestand und Schnittstellen aufgenommen sind.
Ovenca begleitet die Einführung der eigenen Plattform mit einem deutschsprachigen Team: von der Aufnahme der bestehenden Katalog- und Freigabeprozesse über die ERP-Integration bis zum Rollout. Eine herstellerneutrale Strategie- oder Organisationsberatung für den gesamten Einkauf gehört nicht zu unserem Angebot.
Die Bausteine im Detail
Jede Phase, die Ovenca abdeckt, hat eine eigene Seite mit Funktionen und Beispielen.
Catalog Management
Lieferantenkataloge importieren, validieren und mit Kontrakten verknüpfen.
Vendor Portal
Lieferanten pflegen Kataloge und Nachweise selbst, mit Freigabe durch den Einkauf.
Catalog Shop
Suche, Warenkorb und Bestellanforderung für Bedarfsträger.
Adminbereich
Rollen, Freigabewege, Budgets und Audit-Trail zentral steuern.
S/4HANA Beschaffung
Indirekter Einkauf neben S/4HANA, angebunden per OCI, cXML und API.
Lieferkettengesetz-Software
Lieferanten-Onboarding, Fragebögen und Nachweise nach LkSG.
Weiterführende Seiten
Prüfen Sie, wo Ovenca in Ihren S2P-Prozess passt
In einem Gespräch gehen wir Ihre Phasen, Systeme und Schnittstellen durch und sagen Ihnen offen, welche Teile Ovenca übernimmt und welche im ERP bleiben.